Der Affentanz (Kecak)

In Ubud werden den Touristen diverse Darbietungen geboten die in den Tempeln statt finden.
Der Legong und der Kecak werden abwechselnd in verschiedenen Tempeln aufgeführt.

Der Kecak mit anschließendem Feuertanz ist m. E. der exotischste von Allen und kommt ohne Orchester aus. Der Legong Tanz wird mit einem Gamelan Orchester begleitet und die Tänzerinnen führen den Tanz in der Mitte des Tempelplatzes auf. Wir sahen diesen Tanz, als wir im Lotus Garden essen waren. Dieses etwas gehobenere Restaurant mitten in Ubud liegt direkt am Lotus Garden und wenn man abends einen Platz reserviert kann man lecker Essen und den Legong Tanz im angrenzenden Lotus Garden sehen. Alles in allem sehr touristisch, aber schön anzusehen.
Wesentlich exotischer und faszinierender ist der Affentanz (Kecak) der Ausschnitte aus der Handlung des Ramayana zeigt. Wir buchten zufällig diese Tanzvorstellung (die Menschen in Ubud gehen davon aus daß man nach Ubud kommt um diese Tänze zu sehen…) als wir im Hotel ankamen. Der Junge an der Rezeption buchte uns ein und wir erhielten zwei Karten und wußten eigentlich nicht was uns erwarten würde. Da wir vom Hotelzimmer aber schon Blick auf den Tempelplatz hatten, konnten wir beobachten wie der Tempelplatz gereinigt, geschmückt und exotisch hergerichtet wurde. Überall brannten Öllampen und Kerzen. Die Statuen (meist Figuren aus dem Ramayana) wurden angekleidet und mit bunten Blüten verziert. Die Aufführung beginnt erst abends wenn es richtig dunkel geworden ist. Dadurch wirkt die ganze Aufführung im Schummerlicht sehr spooky.

Die Handlung des Ramayana erzählt die Geschichte von Rama und seiner schönen Frau Sita, die von dem Dämonen Rawana entführt wird. Mit Hilfe des Affengenerals Hanuman und seinen Affenkriegern wird Sita gerettet und die Handlung hat ein Happy End.

Auf dem Tempelplatz steht in der Mitte ein Kandelaber mit vielen Öllampen. Erst betreten ca. 80 Männer in grau-weißem Sarong den Platz und setzen sich kreisförmig um den Kandelaber.
Sie symbolisieren die Affenkrieger des Hanumans und begleiten vokal die ganze Aufführung. Sie stoßen in rythmischen Abständen cak-cak Laute aus und verfallen zwischendurch in eine Art melodischen Summens. Dazwischen begleiten sie die Handlung mit Kampfgeschrei und Zischlauten. Das ganze verursachte bei mir eine ziemlich dicke Gänsehaut. Dazu bewegen sich die „Affenkrieger“ rythmisch und extatisch zu ihrem Gesang. Alle Schauspieler und Tänzerinnen tragen wunderschöne Gewänder und bewegen sich nach Legong Tradition. So werden einzelne Szenen aus dem Ramayana dargeboten, immer untermalt von den rythmischen Lauten der Affenkrieger. Ist die Handlung erzählt folgt der Feuertanz. Der Kandelaber wird entfernt und man entfacht ein großes Feuer aus getrockneten Kokosnüssen.
Dann erscheint die Figur eines Reiters auf einem Pferd, der dann im Feuer und der Glut tanzt.

Wer mal nach Ubud kommt, dem kann ich den Kecak mit anschließendem Feuertanz nur empfehlen! Das sollte man nicht verpassen. Abends ab 17.00 Uhr stehen an den Straßenecken überall Männer und Frauen in traditioneller Kleidung und verkaufen Tickets für diverse Tänze. Der Kecak findet jeden zweiten Tag statt. Fragen Sie einfach danach. In Ubud kennt diese Tänze jeder und irgendwie verkauft auch jeder Eintrittskarten dafür. Man kann es also nicht verpassen.

Ist die Vorführung vorbei, setzt sich der Feuertänzer auf den Platz und nimmt dankend Spenden entgegen. Das ist kein Muss. Diese Spenden werden verwendet um die Tempel in Schuss zu halten und wenn Sie dort ein oder zwei Scheine hinlegen unterstützen Sie damit die Tradition und den Erhalt der Vorführungen.
Die Fotos habe ich in einem anderen Beitrag schon gezeigt, stelle sie hier aber nochmal mit rein in einer überarbeiteten und entrauschten Version. Das Fotografieren war bei den Lichtverhältnissen nicht so einfach, aber die Aufnahmen bringen ein wenig das Flair des Kecak näher.

Bei Youtube habe ich ein 8 Minuten langes Video gefunden, welches Ausschnitte aus dem Kecak in Ubud zeigt. Am Anschluss an das Ramayana sieht man den Feuertanz. Und wieder hab ich eine Gänsehaut….blöderweise hat der Kameramann den Kecak mit Gamelan Musik unterlegt. Im Original erschallen nur die Vocals der Affenkrieger ohne Orchester im Hintergrund.

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Havarie einer Yacht auf dem Außenriff von Gili Air

Eines Morgens lag auf dem Außenriff von Gili Air auf der Westseite eine noble Yacht auf Seite. Nachts hatte es stark gestürmt auf offener See was sich dadurch bemerkbar macht, daß morgens am Strand allerlei Treibgut angeschwemmt wird. Die Tropensturm der in der Zeit von den Philipinen nach Vietnam zog schickte seine Ausläufer nach Indonesien die deutlich spürbar waren.
Eine Chartetyacht eines indonesischen Betreibers lag in Sengigi (Lombok) vor Anker. Der Kapitän und die Crew waren auf Landgang und die Gäste der Yacht waren alleine an Bord.
(Sehr fahrlässig!)
Durch die stürmische See riss die Ankerleine mitten in der Nacht und die Yacht trieb raus aufs offene Meer. Die Gäste waren wohl nicht in der Lage den Motor anzuwerfen und das Schiff in Ufernähe zu halten. So trieb die Yacht mit der recht starken Strömung auf die Gilis zu. Einen halben Kilometer vor der Küste erhebt sich ein Außenriff. Dort knallte die Yacht morgens rein und legte sich auf die Seite. Die Gäste konnten alle unverletzt geborgen werden. Das Bergen der Yacht ist an dieser Stelle aber sehr schwierig und sie blieb dort liegen bis wir abreisten. Eine Bergung wäre vermutlich teurer als eine neue Yacht. Die Stelle an der Yacht auf der Seite liegt ist auch mit Bergungsschiffen nicht zu erreichen. Man müsste mit viel Aufwand einen Schiffskran dorthin bringen und das Boot wieder ins Wasser zu bekommen. Außerdem liegt die Yacht auf scharfem Geröll und Korallen, die sicherlich die Bordwand beschädigt haben. Wie es ausgegangen ist werden wir nie erfahren. Jedenfalls ist keiner der Gäste verletzt worden und alle sind mit einem Riesenschrecken davon gekommen. Ich vermute die Crew und der Kapitän haben zum letzten Mal für diese Gesellschaft gearbeitet. Inzwischen hat man die Yacht sicher ausgeplündert. Die liegt so verlockend das die lokalen „Piraten“ sicher Spass dran haben werden. Bewachen kann man sie in der Schräglage nicht. An Bord kann man sich nicht aufhalten. So liegt sie einsam und verlassen im Außenriff.

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U.S.A.T. Liberty in Tulamben

Im Januar 1942 wurde die U.S.A.T. Liberty vor der Nordküste Indonesiens von einem japanischen U-Boot torpediert und fast versenkt. Die Navy brachte das Schiff in der Bucht von Tulamben in Sicherheit, gab das Schiff aber auf. Es ist nur ein “Tiertransporter” und militärisch nicht besonders interessant. Seitdem lag es am Strand von Tulamben rum bis 1963. Das große Erdbeeben auf Bali ließ das Schiff 30m weiter ins offene Meer rutschen. Seitdem liegt es dort rum und beginnt knapp 5m unter der Wasseroberfläche. Dort liegt der Bug gut sichtbar von oben. In diesem Bereich kreist ein riesiger Schwarm von Großaugen-Makrelen (Caranx sexfasciatus) der sehr beeindruckend seine Runden dreht. Ich bin mit denen geschnorchelt und mitten rein. Sehr interessante Erfahrung wie sich die Makrelen bewegen wenn man mitten im Schwarm mit denen schwimmt. Taucht vom Bug in Richtung Heck lässt man die Makrelen hinter sich und sieht einiges an Bewuchs und Bewohnern. Noch viel mehr als Fische sieht man Taucher, aller Klassen. Aus jedem Loch in dem Wrack blubbern dicke Luftblasen raus. Eigentlich blubberts überall. Es gibt mehr Taucher als Fische dort. So erscheint es einem jedenfalls. Trotzdem hab ich mich sehr über diese Station unserer Reise gefreut und ein paar schöne Bilder sind auch noch bei rausgekommen.

 

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Else, eine Schildkröte zum Verlieben

Als ich dieses Jahr das erste Mal schnorcheln war im Hausriff von Gili Air hatte ich große Hoffnung die Schildkröten wieder zu treffen. Auf Gili Meno, der Nachbarinsel von Gili Air die etwa 10 Bootsminuten entfernt liegt gibt es eine Initiative zum Schutz der Brutgebiete für die Hawksbill-Schildkröten (Eretmochelys imbricata) die dort jedes Jahr am Strand ihre Eier ablegen. Die Brutplätze werden in dieser Zeit von Freiwilligen Helfern bewacht und es wird Buch darüber geführt welche Schildkröten zur Eiablage nach Meno kommen. Die Hawksbill Turtles sind eine sehr gefährdete Spezies die den speziellen Schutz durch die Menschen braucht um nicht auszusterben. In der Familie der Cheloniidae sind sie die einzige Art in dieser Klassifizierung. Auf Gili Air lassen sich allerdings nur noch die jüngeren Schildkröten antreffen. Den ausgewachsenen Exemplaren ist Gili Air durch die vielen Touristen im Wasser zu hektisch und sie kommen nicht ins Riff zum Fressen. Das machen nur die „Kleineren“. Das Wasser ist dort auch recht flach, vielleicht auch ein Grund das nur die kleineren Schildkröten dort fressen. Viele erzählten von den Begegnungen der Adulten auf Gili Meno der Nachbarinsel.

Mamik, unser Hotelmanager und alter Tauchguide in diesem Gebiet erzählte uns von mehreren Höhlen in einer Tiefe von 4 – 5 Meter wo die Schildkröte gerne zum Schlafen und Ausruhen weilen. Anke fand dann auch einen davon die sehr gut zu lokalisieren war. Dort konnte man immer schauen ob die Schildkröten gerade Mittagspause machen oder ob sie im Riff unterwegs sind. War keine in der Höhle konnte man davon ausgehen das sie gerade im Riff unterwegs sind um zu fressen. Etwas abseits der Touristenschnorchler konnte man sie häufig beim Fressen finden. Sie schwimmen sehr entspannt durchs Riff auf der Suche nach Futter.
Normalerweise werden sie gejagt von den Touristen. Werden sie entdeckt, stürmen alle Schnorchler Richtung Schildkröte und jeder will sie anfassen. Fazit: Die Turtles sind sehr vorsichtig und kommt ein Rudel Touristen in ihre Richtung ergreifen sie sofort die Flucht und tauchen ins tiefe Wasser ab. Ich wär auch genervt wenn ich nicht in Ruhe fressen könnte.

Wenn man eine Schildkröte entdeckt und sich vorsichtig nähert (und auch Abstand hält) kann man bei ihrem täglichen Treiben zuschauen. Je ruhiger man sich verhält, desto näher kommt man ran. Ich hab in den ersten Tagen einige Schildkröten entdeckt verschiedener Größen. Der Rückenpanzer der Eretmochelys ist bei jeder Schildkröte einzigartig, die verschiedenen Tiere waren nach ein paar Tagen von mir recht gut zu unterscheiden. Die Muster der Schildplatten auf dem Rückenpanzer verrieten mir immer sofort welche Schildkröte ich gerade vor mir hab.

Eine Schildkröte, die auch schon etwas größer war, fiel mir von Anfang an auf. Sie ließ sich von mir nicht stören, ich konnte mit ihr tauchen und schwimmen ohne das sie flüchtete. Nach dem zweiten Tag taufte ich sie auf den Namen „Else“. Sie hatte regelmäßige Essenszeiten im Riff, so konnte ich nachmittags um 14 und um 17 Uhr immer fest damit rechnen sie zu treffen wo die Weichkorallen stehen, die sie mit großem Appetit nieder macht. Sie randalieren ganz ordentlich im Riff rum um Fressen zu finden. Ich konnte viele Fotos von ihr schießen und Else war für mich ein dankbares Fotomotiv. Konnte ich sie nicht entdecken schaute ich erstmal an ihrer Ruhehöhle in 4 Meter Tiefe nach ob sie da schläft. Else besitzt ein paar eindeutige Merkmale auf ihrem Rückenpanzer. Ein paar weiße Flecke am Rande der oberen Schildplatten ließ sie sofort als „Else“ erkennen.

Das Faszinierende an Else war, daß sie einen nicht aus den Augen lässt. Man steht immer unter Beobachtung und wir schwammen oft Auge in Auge nebeneinander her. Alle paar Minuten muss Else auch mal an die Oberfläche zum Luft zu holen. Schläft sie, kann sie bis zu 30 Minuten unter Wasser bleiben ohne zu atmen. Manchmal wartete ich aufs Auftauchen wenn sie in ihrer Höhle lag, aber ihr Durchhaltevermögen unter Wasser ist wesentlich besser als meins. Sie hat einfach den längeren Atem. Wenn sie am Fressen war konnte ich mich daneben legen und in Ruhe zuschauen oder fotografieren. Irgendwie ließ sie sich nicht stören von meinem Gehampel um gute Fotos. Ich hatte mich mit 5kg Blei behängt, damit das auch funktionierte. Ich trage beim Schnorcheln immer einen Neopren Shorty der mich wie ein Korken nach oben schießen lässt wenn ich abtauche. Um das zu verhindern hab ich mir 5kg Blei umgehängt damit ich unten bleiben kann. Das war von der Konfiguration auch sehr hilfreich. Ich musste nicht gegen den Auftrieb kämpfen und konnte in Ruhe auf dem Riffboden rumliegen. Nur mein Atemreflex erinnerte mich daran daß ich doch kein Fisch bin der Kiemen hat und ich musste nach kurzer Zeit immer wieder auftauchen.
Was sie beim Fressen jedesmal unter den Korallen ausbuddelte konnte ich nicht erkennen. Das sah immer irgendwie aus wie die Polypen von irgendwelchen Korallen, es könnten auch die Rhizome von irgendwelchen Pflanzen gewesen sein. Jedenfalls gab es genug davon im Riff. Else buddelte immer irgendwas aus und biss überall rein. Der aufgewirbelte Riffboden wurde sofort von Fischen besucht die um Elses Kopf herum versuchten kleine Tiere aus dem aufgewühlten Sediment zu ergattern. Was Else manchmal auch sichtlich nervte. Manche Fische versuchten auch Parasiten von Elses Kopf zu picken. Das fand sie ziemlich doof und sie stellte die Nahrungssuche ein. Meine Recherche im Internet zeigte mir dann auch auf, was Else gerne frisst. In erster Linie eine spezielle Art Schwämme auf die sich spezialisiert hat. Sie frisst auch gerne Quallen und macht auch vor einer „portug. Galeere“ nicht halt. Sie hat eine spezielles Verhalten entwickelt was es ihr ermöglicht diese extrem nesselnden Quallen zu fressen. Weiterhin gehören Algen und Seeanemonen zu ihrer Nahrungsquelle.
Im Anhang findet ihr viele Fotos von Else mit Beschreibung. Viel Spass beim Anschauen. Ich wünsche Else für die Zukunft alles Gute und hoffe das sie sich mit dem Turtle-Rescue Programm von Gili Meno auch reichlich vermehren kann. Wenn sie ausgewachsen ist, wird sie sicherlich nach Meno umziehen, wo die großen Hawksbill Schildkröten ihre Eier ablegen.
Ich hab jedenfalls Hoffnung sie irgendwann mal wieder zu treffen. An ihrem Panzer kann man sie jederzeit gut erkennen. Ich vermiss sie jetzt schon. Mit ihr zu schnorcheln war eins der schönsten Erlebnisse in diesem Urlaub für uns.

Solltet ihr jemals auf Gili Air sein und dort schnorcheln lasst mich bittte wissen ob ihr Else gesehen habt. Die Merkmale an der obersten Schildplatte ist recht eindeutig und Else sollte lt. dieser Bilder gut zu erkennen sein.

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Amsterdam – Berlin Rückflug KLM

Wir haben es geschafft. Berlin hat uns wieder und wir müssen jetzt erstmal den Jetlag verdauen. Heute morgen um 4 waren wir hellwach, dafür haben wir nochmal ab 7 geschlafen.
Der Rückflug war auch super. Der erste Start der 737 wurde abgebrochen weil das Radar vom Flieger nicht reagierte. Der zweite Start klappte dann doch und für die harte Landung in Tegel (ich dachte die Stossdämpfer knallen durch den Passagierraum) entschuldigte sich der Kapitän persönlich….. KLM kriegt eh nochmal ne böse Mail….

Jetzt gilt es 6000 Fotos zu sortieren, bearbeiten und so weiter. Bleibt dran!

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Nie wieder KLM!

KLM hat uns total verarscht. Wir haben diese Gesellschaft gewählt weil die uns online einen direkten Flug von Denpasar (Bali) nach Amsterdam angeboten hatten. Das bisschen Mehrkosten war es uns wert. Außerdem waren die Flugzeiten extrem günstig, so dass ein Jetlag fast ausgeschlossen war. Wie auf dem Hinflug fliegen wir in der Nacht und können im Flieger schlafen.  Der Flug dauert 14 Stunden und wenn es Frühstück gibt sind wir fast in Amsterdam und wieder wach. Das wäre perfekt gewesen. Der Umweg über Amsterdam war nicht so tragisch, also haben wir gebucht. Aber es kam ja auf dem Hinflug schon zu Komplikationen. Wir sind mit Verspätung in Amsterdam losgeflogen (erinnert ihr euch ans Schleifen fliegen vor Amsterdam?) und haben den Anschlussflug in Singapur (Changi) verpasst. Man hat uns dort in eine Singapore Airlines Maschine gesteckt und so waren wir zwar zu spät in Denpasar aber wir waren da. Das hätte man noch verschmerzen können. Unser gebuchter Fahrer hatte artig gewartet in Denpasar.
Heute brachte uns unser Fahrer zum Flughafen und beim Einschecken erfuhren wir, dass wir doch wieder über Singapur fliegen müssen. Das hatten wir aber nicht gebucht! Totaly pissed stiegen wir in Changi aus dem Flieger, wir mussten wieder wartend in einer langen Schlange durch den Sicherheitscheck und saßen schon wieder rum und warteten aufs Boarding. Für die gleiche Maschine. Man hätte uns auch einfach sitzen lassen können.  Endlich im Flieger mussten wir uns wieder den Sicherheitsadvice anhören. Nachher um 7 sind wir in Amsterdam und haben dort Aufenthalt. Es geht nach drei Stunden weiter nach Berlin. Das hätten wir uns alles sparen können. Wir hätten auch direkt von Berlin nach Bangkok, Taipeh oder ähnliches fliegen können und von dort mit Air Asia für 70 Euro nach Denpasar fliegen können. Das wäre billiger und schneller gewesen. Nächstes Mal sind wir schlauer. Während wir auf dem letzten Flug nach Denpasar (über Taipeh) wenigstens im Flieger eine Schlafbrille und ein paar wärmende Socken bekommen haben gibt es bei KLM nur eine fusselige Decke und ein Kissen aus Papier und Plastik. Danke KLM. Mit euch fliegen wir nie wieder! Das steht fest.

Einen Flug müssen wir jedoch noch mit KLM überstehen. Wir sitzen jetzt in Shipol/Amsterdam und in einer halben Stunde geht unser Flieger nach Berlin. Das wird dann wirklich der letzte KLM Flug werden.

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Noch mehr Fotos aus dem Riff von Gili Air

Wir waren recht lange auf GiliAir. Jeden Tag war ich mindestens zweimal im Riff unterwegs. Der Gesamtzustand hat sich verschlechtert. Lederkorallen sind gar nicht mehr zu finden und die Anemonen, in denen sich die Amphirions (Clownfische) aufhalten sind am Absterben. Es ist nur eine Frage der Zeit wann dann auch die Amphirions verschwinden werden.

Durch den direkten Transferweg, den man inzwischen von Bali aus buchen kann, hat der Tourismus stark zugenommen. Jeden Tag besuchen zig Schnorchelanfänger das Riff, treten auf den Korallen rum und hinterlassen durch ihr Unwissen einen Menge Schäden im Riff. Ich konnt am Schluss gar nicht mehr hingucken. Was dort fehlt ist eine direkte Anleitung für Anfänger, die dort schnorcheln wollen. Das würde schon helfen, denn die Leute versuchen hilflos über den Rand des Riffs ins Wasser zu kommen und machen dabei recht viel kaputt. Manche kommen recht zerschrammt aus dem Wasser. Der linke Teil des Riffs ist nach wie vor sehr schön, da kommen kaum Schnorchler hin und es ist zu tief dort um was kaputt zu treten. And dieser Stelle treffen sich auch die Hawknose Schildkröten und es gibt dort viele Flöten- und Trompetenfische die dort ihre Ruhe suchen. Wenn die Touristen die Schildkröten sehen werden sie regelrecht gejagt, angefasst und gestresst. Woraufhin die Schildkröten sofort das Weite bzw. die Tiefe suchen. Verhält man sich jedoch passiv gegenüber der Turtles, kann man ihnen beim Fressen zuschauen. Hier noch ein paar Fotos vom Riff und dessen Bewohnern. Eine Schildkröte die anhand eines recht auffälligen Musters auf dem Rücken immer wiedererkennbar war tauften wir Else. Else (sie ist auch auf den Bilder im vorigen Riffartikel zu sehen) war sehr entspannt, ließ sich kaum stören und ich konnte unzählige Aufnahmen von ihr schießen. Ein sehr schönes Erlebnis!

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